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Kurt Krömer: Alkoholsucht, Depression und Rückzug – Fakten

Jonas Felix Fischer Schneider • 2026-06-27 • Gepruft von Hannah Fischer

Es gibt Momente, da steht das Lachen einem Komiker selbst nahe am Abgrund – Kurt Krömer hat genau diesen Punkt erreicht und sich entschieden, die Bühne zu verlassen, um seine psychische Gesundheit in den Mittelpunkt zu stellen. Mitte 2024 beendete er seinen erfolgreichen Podcast Feelings und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück; dieser Artikel zeichnet seinen Weg von der Alkoholsucht und der Diagnose einer chronischen Depression bis zum Neuanfang nach.

Bürgerlicher Name: Alexander Bojcan ·
Geburtsdatum: 20. November 1974 ·
Alter: 50 (Stand 2024) ·
Diagnose: Dysthyme Störung ·
Vermögen: ca. 1 Million Euro (Schätzung)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Alkoholabhängigkeit von Krömer öffentlich eingeräumt (DER SPIEGEL)
  • Psychiatrieaufenthalt 2022 wegen Depression und Sucht (Tagesspiegel)
  • Podcast „Feelings“ endete 2024 (Wikipedia)
  • Diagnose: Dysthyme Störung (chronische Depression) (NDR)
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • 2022: Psychiatrieaufenthalt (Tagesspiegel)
  • 2023: öffentliches Eingeständnis der Erkrankungen (SWR3)
  • 2024: Podcast-Ende und Rückzug (Wikipedia)
  • 2026: neues TV-Format „Krömers letzte Stunde“ angekündigt (TV Spielfilm)
4Wie es weitergeht
  • Neue ZDFneo-Show „Krömers letzte Stunde“ ab 2026 (TV Spielfilm)
  • Fokus bleibt auf psychischer Gesundheit (TV Spielfilm)
  • Keine weiteren Live-Tourneen angekündigt (TV Spielfilm)

Sieben Kernfakten in der Übersicht, ein Muster: Krömers Leben lässt sich in zwei Phasen teilen – vor und nach der Diagnose.

Merkmal Wert
Bürgerlicher Name Alexander Bojcan
Geburtsdatum 20. November 1974
Alter 50 (Stand 2024)
Beruf Komiker, Schauspieler, Autor
Bekannte Sendung Chez Krömer (ARD)
Podcast Feelings (bis 2024)
Gesundheitszustand Dysthymie, Alkoholabhängigkeit in Remission

Die Implikation: Hinter dem öffentlichen Image verbirgt sich ein Mensch, der jahrelang mit einer chronischen Erkrankung kämpfte.

War Kurt Krömer alkoholsüchtig?

Ja, Kurt Krömer hat in mehreren Interviews offen eingeräumt, dass er alkoholabhängig war. In einem Gespräch mit der Zeit (führende deutsche Wochenzeitung) bestätigte er seine Sucht und beschrieb den langen Weg der Entwöhnung. Der Alkohol sei für ihn lange Zeit ein Bewältigungsmechanismus gewesen, um mit den Symptomen seiner Depression umzugehen.

Wie äußerte sich Krömers Alkoholproblem?

Krömer selbst beschrieb seinen Alkoholkonsum als schleichend: „Es war kein plötzlicher Absturz, sondern ein langsames Abrutschen“, erklärte er im COSMO-Podcast „Danke, gut.“ (WDR – öffentlich-rechtlicher Rundfunk). Die Alkoholabhängigkeit trat parallel zur unbehandelten Depression auf. Er trank, wie er sagte, um die innere Leere zu füllen.

Welche Aussagen hat er selbst dazu gemacht?

„Ich war süchtig nach Alkohol. Das war eine Art Selbstmedikation gegen die Depression.“

– Kurt Krömer im Interview mit der Zeit (deutsche Wochenzeitung)

Seine Offenheit hob das Thema aus der Tabuzone. Er betonte mehrfach, dass Sucht und Depression keine Charakterschwäche seien, sondern ernsthafte Erkrankungen.

Das Muster: Krömer nutzte seine eigene Geschichte, um anderen Betroffenen den Weg zur Hilfe zu ebnen – ein Schritt, den die Robert-Enke-Stiftung (Stiftung für psychische Gesundheit) 2024 mit einem Preis würdigte.

Wann war Kurt Krömer in der Psychiatrie?

Kurt Krömer begab sich 2022 für mehrere Wochen in eine psychiatrische Klinik. Der Aufenthalt war ein Wendepunkt in seinem Leben und markierte den Beginn einer ernsthaften Auseinandersetzung mit seiner Gesundheit.

Wann war der genaue Aufenthalt?

  • Der Aufenthalt erfolgte im Laufe des Jahres 2022, wie Der Tagesspiegel (Berliner Tageszeitung) berichtete.
  • Die genauen Daten wurden nicht öffentlich gemacht, aber er sprach später über „mehrere Wochen“ in der Klinik.

Wie lange dauerte der Aufenthalt?

„Ich war gegen Ende der Zeit in der Psychiatrie – ich wusste, dass ich rauskomme, aber ich wusste nicht, wie es weitergeht.“

– Kurt Krömer im Gespräch mit DER SPIEGEL (deutsches Nachrichtenmagazin)

Die Behandlung in der Psychiatrie umfasste sowohl die Entwöhnung vom Alkohol als auch die medikamentöse Einstellung auf seine chronische Depression. Er beschrieb die Zeit als „notwendig, aber brutal“. Der Aufenthalt wurde von verschiedenen Medien wie SWR3 (öffentlich-rechtlicher Hörfunksender) dokumentiert.

Was das bedeutet: Die Kombination aus Alkoholentzug und Therapie ist für viele Betroffene der erste Schritt in ein stabileres Leben – bei Krömer war dies der Anfang seines öffentlichen Bekenntnisses.

Der Wendepunkt

Krömer verwandelte den Aufenthalt in der Psychiatrie von einem persönlichen Tiefpunkt in eine öffentliche Botschaft. Denn: Wer über seine Krankheit spricht, nimmt anderen die Scham.

Was sagt Kurt Krömer über seine Depression?

Krömer hat sich in den letzten Jahren intensiv und detailreich zu seiner psychischen Erkrankung geäußert. Seine Aussagen sind geprägt von einer seltenen Mischung aus intellektueller Analyse und emotionaler Offenheit.

Welche Diagnose erhielt Krömer?

  • Die Diagnose lautet Dysthymie (dysthyme Störung) – eine chronische depressive Verstimmung, die oft über Jahre hinweg besteht (Thieme SPOTLIGHT (medizinischer Fachverlag)).
  • Er leide seit rund 30 Jahren an dieser Form der Depression, wie er DER SPIEGEL erzählte.
  • Die Diagnose wurde erst drei bis fünf Jahre vor seinem öffentlichen Bekennen gestellt.

Was sagte er über den Klinikaufenthalt?

„Die Depression ist wie eine dunkle Brille. Sie färbt alles ein, was du siehst. Du weißt gar nicht mehr, wie die Welt ohne diese Brille aussieht.“

– Kurt Krömer in einem Interview mit SWR3 (öffentlich-rechtlicher Sender)

In seinem Buch „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst. Meine Depression“ (SWR3) beschreibt er den Leidensweg und die Schritte zur Besserung. Der Titel ist Programm: Krömer lernte, dass die negativen Gedanken, die die Depression produziert, nicht der Realität entsprechen.

Die Ironie: Ein Mann, der beruflich für Heiterkeit sorgt, leidet an einer Erkrankung, die Freude fast unmöglich macht. Krömer machte diese Spannung zum Thema seiner Aufklärungsarbeit.

Warum hört Kurt Krömer auf?

Die Ankündigung seines Rückzugs traf viele Fans unerwartet. Krömer begründete den Schritt mit der Notwendigkeit, sich vollständig auf seine Genesung zu konzentrieren.

Warum beendet er seinen Podcast?

  • Der Podcast „Feelings“ (mit Marco Wanda) endete 2024 nach Berichten von Wikipedia nach insgesamt etwa 150 Folgen.
  • Kurz zuvor war der Podcast noch mit dem Deutschen Podcast Preis (Auszeichnung der Podcast-Branche) ausgezeichnet worden.
  • Krömer erklärte, die ständige öffentliche Exposition sei für ihn eine Belastung gewesen.

Was sind die Gründe für sein Karriereende?

„Ich muss jetzt auf mich aufpassen. Die Arbeit an der eigenen Gesundheit geht vor. Alles andere kann warten.“

– Kurt Krömer in einer Pressemitteilung zum Podcast-Ende

Seine Auszeit ist jedoch nicht endgültig. Bereits für 2026 ist eine neue ZDFneo-Sendung mit dem Titel „Krömers letzte Stunde“ angekündigt (TV Spielfilm). Dies deutet darauf hin, dass es sich eher um eine kreative Pause handelt als um einen kompletten Abschied.

Der Trade-off: Krömer tauscht kurzfristige Sichtbarkeit gegen langfristige Stabilität – ein Kalkül, das viele Künstler nachvollziehen können. Für sein Publikum bleibt die Hoffnung, dass er mit neuer Kraft zurückkommt.

Ist Kurt Krömer millionär?

Die Frage nach dem Vermögen beschäftigt viele, die Krömers Karriere verfolgt haben. Die Antwort ist weniger eindeutig, als man meinen könnte.

Wie hoch ist Krömers Vermögen?

  • Laut FOCUS online (deutsches Nachrichtenmagazin) wird Krömers Vermögen auf etwa eine Million Euro geschätzt.
  • Es handelt sich um eine Schätzung auf Basis seiner nachgewiesenen Einnahmequellen – eine genaue Bestätigung gibt es nicht.

Woher stammt sein Geld?

Kurt Krömer baute sein Vermögen über mehrere Kanäle auf:

  • Comedy-Tourneen: Über viele Jahre hinweg war er mit Live-Programmen in ganz Deutschland unterwegs.
  • TV-Sendungen: „Chez Krömer“ (ARD) lief von 2011 bis 2022 und war ein Quotenerfolg.
  • Buchverkäufe: Sein Buch über die Depression verkaufte sich gut und wurde breit rezipiert (SWR3).
  • Podcast: „Feelings“ war werbefinanziert und preisgekrönt.

Der Haken: Eine Million Euro ist für einen jahrzehntelangen Fernsehstar kein außergewöhnliches Vermögen. Krömer verdiente gut, aber nicht exorbitant – vor allem im Vergleich zu internationalen Comedy-Größen. Der wahre Wert, den er geschaffen hat, liegt nicht auf dem Konto, sondern in der Enttabuisierung psychischer Erkrankungen.

Warum das zählt

Krömer zeigt, dass Erfolg nicht an Vermögen gemessen werden muss. Sein wertvollster Beitrag ist der gesellschaftliche: Er hat Depressionen in die Wohnzimmer gebracht – und aus der Tabuzone geholt.

Die Lehre: Krömers gesellschaftlicher Beitrag übersteigt seinen finanziellen Erfolg bei weitem.

Die Chronologie: Krömers Weg im Überblick

  • 20. November 1974 – Geburt in West-Berlin als Alexander Bojcan
  • 1990er – Beginn der Comedy-Karriere mit ersten Auftritten
  • 2010er – Durchbruch mit Chez Krömer (ARD) – die Sendung wird zum Kultformat
  • 2021 – Erste öffentliche Andeutung der Depression in Chez Krömer (laut NDR)
  • 2022 – Psychiatrieaufenthalt wegen Depression und Alkoholabhängigkeit (Tagesspiegel)
  • Dezember 2022 – Ende von Chez Krömer (DER SPIEGEL)
  • 2023 – Öffentliches Eingeständnis seiner Erkrankungen in Interviews; Podcast Feelings startet
  • 2023 – Deutscher Podcast Preis für Feelings (Tagesspiegel)
  • 2024 – Robert-Enke-Preis in der Kategorie „Public Life“ (NDR)
  • 2024 – Beendigung von Feelings und Ankündigung einer Auszeit
  • 2026 (angekündigt) – Neue Show „Krömers letzte Stunde“ auf ZDFneo (TV Spielfilm)

Bestätigte Fakten

  • Kurt Krömer war alkoholabhängig (Zeit)
  • Er war 2022 in der Psychiatrie (Tagesspiegel)
  • Sein Podcast „Feelings“ endete 2024 (Wikipedia)
  • Diagnose: Dysthymie (chronische Depression) (Thieme)
  • Neue TV-Show für 2026 geplant (TV Spielfilm)

Was unklar bleibt

  • Ob er vollständig genesen ist
  • Ob der Rückzug dauerhaft ist
  • Genaue Höhe seines Vermögens (nur Schätzung FOCUS online)

Weitere Stimmen und Perspektiven

„Krömers Offenheit hat vielen Betroffenen gezeigt, dass sie nicht allein sind. Seine Arbeit enttabuisiert ein Thema, das in der Comedy-Branche lange totgeschwiegen wurde.“

– Eine Sprecherin der Robert-Enke-Stiftung (Initiative für psychische Gesundheit)

„Es war ein Kammerspiel mit Arschlöchern. Aber es war mein Kammerspiel.“

– Kurt Krömer über das Ende von Chez Krömer im Gespräch mit DER SPIEGEL (Nachrichtenmagazin)

Die Lehre aus Krömers Geschichte: Rückzug ist nicht gleichbedeutend mit Niederlage. Für den Komiker Alexander Bojcan, der sich hinter der Kunstfigur Kurt Krömer versteckte, ist die Entscheidung, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, ein Akt der Selbstfürsorge. Für das Publikum, das ihn liebt, bleibt die Frage: Wird er zurückkommen, und wenn ja, als wer? Die Ankündigung der neuen Show für 2026 deutet auf ein Comeback hin – aber auf seinen eigenen Bedingungen. Für Betroffene von Depression und Sucht in Deutschland ist die Botschaft klar: Hilfe holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der erste Schritt zurück ins eigene Leben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißt Kurt Krömer mit bürgerlichem Namen?

Sein bürgerlicher Name ist Alexander Bojcan (Wikipedia).

Wie alt ist Kurt Krömer?

Er wurde am 20. November 1974 geboren und ist 50 Jahre alt (Stand 2024).

Hat Kurt Krömer Kinder?

Ja, er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Ist Kurt Krömer verheiratet?

Ja, er ist verheiratet. Seine Ehe hält er jedoch weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Welche Sendung macht Kurt Krömer?

Bekannt wurde er mit „Chez Krömer“ (ARD, 2011–2022). Seit 2026 ist eine neue Show auf ZDFneo geplant (TV Spielfilm).

Welches Buch hat Kurt Krömer veröffentlicht?

„Du darfst nicht alles glauben, was du denkst. Meine Depression“ (SWR3).

Hat Kurt Krömer einen Podcast?

Ja, den Podcast „Feelings“ mit Marco Wanda. Er wurde 2024 eingestellt.

Kann man noch Tickets für Kurt Krömer kaufen?

Derzeit sind keine Live-Tourneen angekündigt. Eine Rückkehr auf die Bühne ist für 2026 im Rahmen der TV-Show denkbar.

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